HINTERGRUNDWISSEN

Was ist Feuer?

Wenn sie ein Feuer entfachen, dann setzen Sie eine chemische Reaktion in Gang. In Ihrem Brennstoff sind Bestandteile enthalten, hauptsächlich auf Basis von Kohlenstoff, die beim Verbrennen unter Zugabe von Sauerstoff eine sog. exotherme Reaktion erzeugen, eine chemische Reaktion, die während ihres Ablaufs Energie freisetzt, die Sie letztendlich als Wärme von Ihrem Ofen erhalten.

Die beiden wichtigen Reaktionspartner der Verbrennung, Sauerstoff und Kohlenstoff, müssen in einem gewissen chemischen Verhältnis zueinander vorhanden sein. Dies bedeutet für Sie, daß bei der Eingabe von Holz (Kohlenstoff) eine ausreichende, am besten in einem geringen Überschuß vorhandene Menge Sauerstoff (also Luft) beigegeben werden muß, damit die chemische Reaktion „Verbrennung“ sauber und vollständig ablaufen kann. Zuviel Holz und zuwenig Luft verzerrt das Verhältnis, die Verbrennung wird uneffektiv. Zuviel Luft verbrennt Ihren Brennstoff zu schnell, der Wirkungsgrad Ihres Ofens (die optimale Ausnutzung des Brennstoffes) verschlechtert sich ebenfalls.

Die Luftzuführung ist bei Ihrem Kaminofen vom Hersteller bei der Entwicklung exakt ermittelt und eingestellt worden, die dazugehörige Holzmenge ergibt sich aus Ihrem Wärmebedarf und der Geometrie Ihres Feuerraumes.

Warum brennt Holz??

Diese Aussage wird Sie erstaunen: Holz brennt nicht!

Wieso? Wenn Sie in Ihren Feuerraum sehen, dann sehen Sie schleierhafte Flammen, die oberhalb des Holzstückes lodern. Es handelt sich dabei um kohlenstoffhaltige Gase, die sich durch Zugabe von Sauerstoff im Feuerraum entzünden. Diese Gase werden durch die hohe Temperatur, die im Feuerraum insbesondere im Bereich der Grundglut herrschen, aus dem Holz ausgedampft und zünden anschließend oberhalb des Holzes. Ihr Holz wird also verdampft, diese Dämpfe sind entzündliche Gase, die oberhalb des Holzes zünden und Wärme erzeugen.

Dieser Verdampfungsprozeß funktioniert aber nur dann, wenn Ihre Brennkammer ausreichend heiß ist, um Gase aus dem Holz herauszulösen, und wenn Ihr Holztrocken ist. Wenn es nicht trocken ist, dann dampfen Sie zuerst das Wasser aus dem Holz. Dieser Verdampfungsprozeßdes Wassers entzieht dem Feuer so viel Energie, daß es im Feuerraum nicht ausreichend heiß wird, um Holz ordentlich zu verbrennen. Sie kochen Wasser, doch ihr Feuer bleibt zu kühl, es brennt nicht richtig, kommt nicht in Schwung und geht eventuell aus.

Der Schornstein

Ihr Kaminofen wurde an einen Schornstein angeschlossen, der dafür sorgen soll, daß die verbrannten Gase, die hauptsächlich aus Kohlendioxyd, Wasser und Luft bestehen, abtransportiert werden. Dieser Schornstein ist der eigentliche Antrieb für Ihren Ofen.

Dieser Antrieb funktioniert um so besser, je größer die Temperaturdifferenz zwischen den Gasen im Schornstein und der Umgebungsluft ist. Heiße Gase dehnen sich aus, sind dadurch leichter als die sie umgebenden kalten Gase und steigen deshalb auf. Je heißer die Gase sind, um so mehr Auftrieb erfahren sie. Je kälter die Umgebungsluft ist, um so geringer muß die tatsächliche Temperatur der heißen Gase sein, um Auftrieb zu erzeugen. Die Formeln hierfür sind komplex, der erkennbare Effekt ist jedoch deutlich: Ein Kaminofen brennt im Sommer mit hohen Lufttemperaturen schlechter als im Winter.

Die Höhe eines Schornsteins ist ein weiterer wichtiger Faktor für die Leistungsfähigkeit Ihres Ofen-Schornstein-Systems. Solange heiße Gase im vertikalen Teil eines Schornsteines sind, erfahren sie eine Beschleunigung in Richtung Abzug. Diese aufsteigende Bewegung erzeugt einen Unterdruck, der aufgefüllt werden muß. Diese Ausgleichsströmung erfolgt durch den Ofen und seine Verbrennung hindurch. Diese Strömung in den Ofen hinein ist die frische Luft für Ihr Feuer.

Sie erkennen also, dass der Schornstein der eigentliche Motor Ihrer Feuerung ist. Dieser Motor funktioniert aber nur in heißem Zustand, also mit einer Verbrennung, die ausreichend heiße Gase produziert. Deshalb sollte Ihr Ofen immer mit einer ausreichenden Leistung geheizt werden (kleiner Ofen mit großem Feuer ist besser als ein großer Ofen mit kleinem Feuer)

Ein weiteres Problem von feuchtem Holz ist die eventuell auftretende Versottung ihres Ofens, des Anschlußrohres oder des Schornsteins. Wenn Sie feuchtes Holz brennen, dann ist Ihr Rauch mit hohem Feuchtegehalt beladen. Wenn der Rauch nun etwas abkühlt (insbesondere am Anfang des Feuerns im kalten Schornstein), dann erreicht die Abgastemperatur den sog. Taupunkt, es bildet sich Nebel im Rauch, der sich als Tröpfchen absetzt und damit kondensiert. Weder Ihr Ofen, noch das Rauchrohr und erst recht nicht Ihr Schornstein sind darauf ausgelegt, Feuchtigkeit aufzunehmen. Die Versottung ist ein ernstzunehmendes Problem, dem Sie nur entgegenwirken können, wenn Sie heiß und trocken, aber auch kräftig genug brennen.

Das Anfeuern

Jedes Feuer beginnt klein. Aber die richtige Taktik ist zu Beginn wichtig. Ihr Schornstein ist noch kühl und zieht schlecht, Ihr Feuer ist zu Beginn klein und produziert nicht sehr viel heiße Gase, Ihr Holz ist zu Beginn noch etwas feucht (Restfeuchte ist nie vermeidbar). Deshalb liegt das Geheimnis eines guten Feuers im richtigen Anheizen.

Wenn Sie mit Zeitungspapier anfeuern, dann erzeugen Sie gleich zu Beginn ein großes Luftvolumen heißer Gase, die den Schornstein zum „Ziehen“ anregen, aber sie produzieren auch viel Asche, die nicht weiter verbrennt, im Ofen später übrig bleibt und den Feuerraum erheblich verschmutzt. Wir empfehlen Anzünder, die handelsüblich angeboten werden. Sie verbrennen langsam, aber aschefrei.

Wichtig ist es ebenfalls, dass Sie Kleinholz auf den Anzünder legen, welches sich leicht entzündet. Zu große Stücke gleich zu Beginn ersticken das Feuer, es geht aus.

Das Ziel des Anfeuerns ist es, den Schornstein zu erwärmen, im Feuerraum Glut zu bilden und die Temperatur in der Brennkammer so zu steigern, daß größeres Holz „ausdampft“ und zündet. Das Feuer sollte sich während des Anheizvorganges permanent steigern. Alle Möglichkeiten zur Beigabe von Luft sollten in dieser Anheizphase genutzt werden. Wenn nun das Feuer immer größer wird, so können Sie nun Schritt für Schritt die Luftzufuhr herunterregeln bis auf die Einstellung, die für den Dauerbetrieb vorgesehen ist. Der Anheizvorgang dauert in der Regel zwischen 5 und 10 Minuten vom ersten Anzünden bis zur fertigen Regeleinstellung für den Dauerbetrieb.

Unsere Kaminöfen haben technisch die Voraussetzung dafür, dass sich die Scheiben im Dauerbetreib selbst reinigen. Sofern eine Verrußung der Scheibe entstanden ist, wird diese durch die effiziente und heiße Verbrennung des Kaminofens wieder freigebrannt.

 

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